Der Versammlungssaal platze aus allen Nähten, so viele Interessenten waren zur Podiumsdiskussion zum Hochwasserschutz am Lockwitzbach gekommen. Nur einer fehlte: ein Vertreter der Landestalsperrenverwaltung.
Dabei wären gerade dessen Aussagen interessant gewesen, denn der Lockwitzbach fällt als Gewässer 1. Ordnung in die Zuständigkeit der LTV. Und so mühten sich die Vertreter von Umweltamt und Katastrophenschutzamt der Stadt Dresden den anwesenden Anrainern des Lockwitzbaches ihre Sicht der Dinge und die Grenzen ihrer Zuständigkeit nahe zu bringen.
Wegen dieser Zuständigkeiten sind dem Umweltamt am Lockwitzbach weitestgehend die Hände gebunden, nur für die Brücken zeigt sich die Stadt Dresden zuständig.
Die Vertreter des Katastrophenschutzes indes plauderten über das große Ganze und warben für mehr Selbstschutz. Vielen Anwohnern fehlte dafür das Verständnis, fühlten sie sich doch zugunsten der Betroffenen des Elbehochwassers im Stich gelassen.
Auch die Diskussion über einen zusätzlichen Pegelmesser am Lockwitzbach endete bei der Zuständigkeit der abwesenden Landestalsperrenverwaltung.
So blieben viele Fragen offen und die Anwohner konnten so nicht mitnehmen, dass am Lockwitzbach in nächster Zeit etwas getan wird, damit sie vor zukünftigen Hochwassern besser geschützt sind. Einzig für einige Brücken wurden in den nächsten Jahren Baumaßnahmen angekündigt, deren Finanzierung jedoch nur teilweise gesichert ist.
Um den berechtigten Forderungen der Bürger bei den zuständigen Stellen Nachdruck zu verleihen, hat der Heimatverein eine Anregung aus dem Publikum aufgegriffen, und zugesagt, eine Unterschriftensammlung für die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Lockwitzbach zu organisieren.